Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Sehr kleine, einzeln oder in lockeren Herden wachsende Pflanzen mit aufrechter Seta und kugelrunder Kapsel, dadurch im Gelände sofort von dem ähnlichen Phascum curvicolle zu unterscheiden. Nur in sehr warmen Gebieten auf offenen, kalkhaltigen, lehmigen Böden. Als Begleiter werden Vertreter des Phascion mitraeformis-Verbandes genannt, soziologische Aufnahmen aus dem Gebiet liegen nicht vor.
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Sichere Nachweise nur auf Muschelkalk und Keuper, an warmen Stellen im Weserbergland und an der Saar. Ältere Angaben sind unsicher und unbelegt: NB, NW: Erstnachweis durch U. Raabe: 4021/4 Beweideter Kalkmagerrasen am Kirchberg S Lügde, 13.10.1999 (!!). Weitere Funde: 4222/1 Höxter, leg. H.-G. Wagner, comm. C. Schmidt; 4022/4 Unteres Eichelbachtal N Dölme, felsiger Magerrasen auf Muschelkalk mit Phascum curvicolle, Pottia caespitosa, Trichostomum triumphans, 18.02.2000, M. Preussing (!); 4122/2 und 4123/1 Südhang des Burgberges N Bevern und weiter nordwestlich davon mit Phascum curvicolle, Pottia conica, 16.04.2004, M. Preussing. SL: 6404/4 Kalkhalbtrockenrasen auf Keuper NW Suiz, 255 m, mit Pottia bryoides, P. lanceolata, Phascum curvicolle, P. floerkeanum, Schneider (1995). – Zweifelhafte Angaben: Alte Angaben aus dem Rheinland: Hübener (1833); Düll (1980); Düll in Düll & Meinunger (1989) sind unbelegt und unbestätigt und wurden nicht in die Karte übernommen. – Zu streichen: Angaben Oesau (2002; 2003) gehören zu Formen von Phascum cuspidatum (rev. LM !).
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Sichere Nachweise sind erst in neuerer Zeit bekannt geworden. Die Bestände sind sehr klein und durch Zuwachsen bedroht. In beweideten Kalkmagerrasen vermag sich die Art anscheinend zu halten: RL 2.