Beschreibung der Art
Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007)
Während die Unterscheidung von Pottia conica und P. davalliana noch nicht in allen Punkten geklärt ist, handelt es sich bei P. mutica, jedenfalls in unserem Gebiet, um eine morphologisch und ökologisch gut abgegrenzte Art. Bestimmungshinweise bei Nebel & Philippi (2000) und Ahrens (2002). In der älteren Literatur wird sie meist unter der Bezeichnung Pottia starckeana var. brachyoda geführt. ...Während die Unterscheidung von Pottia conica und P. davalliana noch nicht in allen Punkten geklärt ist, handelt es sich bei P. mutica, jedenfalls in unserem Gebiet, um eine morphologisch und ökologisch gut abgegrenzte Art. Bestimmungshinweise bei Nebel & Philippi (2000) und Ahrens (2002). In der älteren Literatur wird sie meist unter der Bezeichnung Pottia starckeana var. brachyoda geführt. Kleine, nur wenige Millimeter hohe Pflanzen in lockeren Gruppen auf offener, kalkreicher, lehmiger Erde an flachgründigen Stellen. Kennzeichnende Art des Verbandes Phascion mitriformis, der verschiedene Kleinmoosgesellschaften warmer, kalkhaltiger Standorte umfasst. Charakteristische Begleiter dieser Art sind verschiedene Pottia-, Weissia- und Barbula-Arten sowie Phascum curvicolle, Encalypta vulgaris und andere Wärmezeiger. Soziologische Angaben in: Ahrens (2002); Marstaller (1980; 1986b; 1991c; 1992d; 1995; 1999; 2000b; 2000c; 2001a; 2002c); Caspari (2004).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007)
Hauptverbreitung in den wärmsten Kalkgebieten Mitteldeutschlands, hier vor allem auf Massenkalk und Zechsteinkalk, seltener auf Muschelkalk und anderen Gesteinen. In Süddeutschland ist die Art selten, isoliert außerdem im brandenburgischen Odertal: BB: 3553/3 Trockenhänge zur Oder, mit Adonis vernalis und Stipa capillata SO Lebus, und Hang zum Hakengrund, 26.03.2001, S. Rätzel (!!); Klawitter et ...Hauptverbreitung in den wärmsten Kalkgebieten Mitteldeutschlands, hier vor allem auf Massenkalk und Zechsteinkalk, seltener auf Muschelkalk und anderen Gesteinen. In Süddeutschland ist die Art selten, isoliert außerdem im brandenburgischen Odertal: BB: 3553/3 Trockenhänge zur Oder, mit Adonis vernalis und Stipa capillata SO Lebus, und Hang zum Hakengrund, 26.03.2001, S. Rätzel (!!); Klawitter et al. (2002). NW: Nur auf Massenkalk im Westfälischen Bergland, C. Schmidt (1996 und weitere unveröffentlichte Nachweise). HE: Nur in den Kalkgebieten Nordhessens, fast ausschließlich auf Zechsteinkalk: Röll (1915); Grimme (1936); J. Futschig (FR !); G. Schwab (in litt.); (!!). NB: Mehrfach auf Zechstein am Südharzrand (M. Preussing !); 4425/1 Göttinger Wald, 01.05.1991, K. Stetzka, det. E. Volger (!). ST, TH: Nördlichstes Vorkommen 3733/4 NSG Bebertal, auf Sandstein, westexponierte Felswand, mit Funaria pulchella, Pterygoneurum ovatum, Pottia lanceolata, Pseudocrossidium revolutum, Encalypta vulgaris, 06.07.1995, WS; 4134/1 Kalkbruch am Hackel, Reinhardt in Warnstorf (1906). Im Helme- und Unstruttal zwischen Nordhausen und Naumburg sowie einzeln im Saaletal um Halle erreicht die Art im Gebiet ihren Verbreitungsschwerpunkt. Ältere Literatur vergl. Berg (1989); Marstaller, vergl. oben; Reimers (1940); K.-F. Günther und F. Müller (in litt.). Weiter südlich mehrfach auf Zechstein am Rande des Thüringer Waldes: Meinunger (1992). RP, SL: Sehr selten in naturnahen Xerothermrasen: Caspari (2004). BW: Selten, zusammenfassende Darstellung Nebel & Philippi (2000); Ahrens (2002). BY: Neuerdings an zwei Stellen im Jura gefunden: 5933/3 Jurakalkfelsen westlich über der Weihersmühle S Weismain, 04.03.1994 (!!); 7033/2 Über Jurakalk in Altdorf, 07.05.1996, LM; 6027/2 Auf Gips bei Grettstadt, 2005, Exkursion bayrischer Bryologen (!!).
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007)
Meist nur in kleinen Beständen, auch in den Hauptverbreitungsgebieten. Die an offene Trockenstandorte gebundene Art ist vor allem durch Zuwachsen gefährdet. In Mitteldeutschland gefährdet: RL 3, in den übrigen Gebieten wegen großer Seltenheit gefährdet: RL R.